Private Krankenversicherung wird teurer
Deutliche Erhöhung der Beiträge für eine PKV ab 2008
Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. rechnet ab 2008 mit einer deutlichen Erhöhung der Beiträge für eine private Krankenversicherung. Grund hierfür sind zwei durch die Gesundheitsreform 2007 eingeführten Neuregelungen: Zum einen die Mitnahme der Altersrückstellungen, zum anderen der neue Basistarif. Ab 2009 können Versicherte bei einem Wechsel ihres PKV-Tarifs oder -Versicherers ihre Altersrückstellungen mitnehmen (sogenannte "Portabilität"). Bislang bleiben diese Rückstellungen den nicht wechselnden Versicherten erhalten. Dies dürfte nach Einschätzung des PKV-Verbandes zu Erhöhungen der Versicherungsbeiträge um bis zu 20 % führen.
Ähnliche Auswirkungen wird wohl auch der ab 1. Januar 2009 von den privaten Krankenversicherungsunternehmen einzuführende Basistarif haben. Ab diesem Zeitraum sind die Versicherer verpflichtet, einen Basistarif anzubieten, der im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entspricht. Dabei darf der Beitrag den durchschnittlichen Höchstbetrag der GKV nicht übersteigen. Weil der Basistarif für die Versicherer nicht kostendeckend sei, erwartet der PKV-Verband auch hier deutliche Beitragserhöhungen für PKV-Versicherte. Der PKV-Verband geht diesbezüglich von Beitragssteigerungen von bis zu 37 % bis zum Jahr 2018 aus. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 19.04.2007 | 0 Kommentare | Rubrik: Krankenversicherung, Private Krankenversicherung

