Solvency II-Test ist für deutsche Versicherer kein Problem
Die Versicherungswirtschaft ist auf die zukünftigen Aufsichtsregeln gut vorbereitet. Das zeigen die ersten Ergebnisse der dritten quantitativen Auswirkungsstudie zu Solvency II (QIS3). Die Reform des Versicherungsaufsichtsrechts, mit der die ganzheitliche Risikobetrachtung für Assekuranzen eingeführt werden soll, kann kommen. Den Vorbereitungstest der Studie QIS3 konnten mehr als 160 deutsche Versicherungsunternehmen erfolgreich abschließen. Ein Solvenzkapital von mehr als 200 % der Mindestanforderungen erreichten sogar über zwei Drittel der Teilnehmer, sodass die Ergebnisse der Studie QIS3 die Ergebnisse der im November 2006 veröffentlichten QIS2 übertreffen.
Für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) steht damit fest, dass sich die Branche umfangreich mit den Änderungen auseinandergesetzt hat und die Reform problemlos umsetzen wird. Der GDV hatte sich bereits im Jahr 2005 mit einem eigenen Vorschlag in die Reformüberlegungen eingebracht, um die Besonderheiten des deutschen Versicherungsgeschäfts abzubilden.
Die Bemühungen der Versicherungswirtschaft gehen jedoch auch aktuell weiter, wie die Studie zeigt: So stehen derzeit die zentralen Risikopuffer wie z.B. die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung oder die Schwankungsrückstellungen in der Schaden- und Unfallversicherung zur Diskussion. Nach dem Wunsch der Assekuranz sollen diese Risikopuffer uneingeschränkt als Eigenmittel anerkannt werden. Des Weiteren fordert der GDV, die Berechnung für kleine Versicherungsunternehmen zu vereinfachen und durch schlankere Formeln die Praktikabilität zu gewährleisten.
Der GDV sieht durch die Ergebnisse der quantitativen Auswirkungsstudien und der damit verbundenen Diskussion eine gute Möglichkeit, die Standardformel optimal auszugestalten und wird der Europäischen Kommission nahe legen, die Reihe mit QIS4 nicht enden zu lassen.[Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 27.08.2007 | 0 Kommentare | Rubrik: Finanzen

