Lebensversicherungen 2008 mit höherer Rendite
Nach Jahren mit stagnierenden oder sinkenden Gesamtverzinsungen für Lebensversicherungsprodukte zeichnet sich für 2008 eine Trendwende an: Die Gewinnbeteiligungen werden zur Freude der Versicherungsnehmer in diesem Jahr wohl wieder steigen. Nach Einschätzungen von map-Report und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dürfen Kunden von Lebensversicherungsprodukten in 2008 mit einer Gesamtverzinsung von durchschnittlich 4,5 Prozent rechnen - gegenüber 4,2 Prozent in 2007. Diese Rendite errechnet sich aus dem gesetzlich garantierten Mindestzins sowie der von den Versicherern zusätzlich erwirtschafteten, aber nicht garantierten Überschussbeteiligung.
Bestätigt werden diese positiven Prognosen durch die bereits von 14 Assekuranzen im deutschen Markt (Gesamtmarktanteil: 35 Prozent) bekannt gegebenen Überschussbeteiligungen für 2008. Diese sehen Steigerungen in der Verzinsung zwischen 0,2 und 0,5 Prozent vor.
Auch die VVG-Reform dürfte sich positiv auf die Gesamtverzinsungen auswirken. Seit dem 1. Januar 2008 müssen die sogenannten "stillen Reserven" der Versicherer jährlich zu mindestens 50 Prozent in die Überschussbeteiligung des Versicherungsnehmers einbezogen werden. Stille Reserven entstehen, wenn von Versicherern zur Rücklagenbildung gekaufte Wertpapiere oder Immobilien im Wert steigen. Da diese in den Bilanzen mit dem Kaufpreis erfasst sind, ist der Wertzuwachs in der Bilanz nicht direkt ersichtlich, daher "still". [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 03.01.2008 | 0 Kommentare | Rubrik: Kapitallebensversicherung, Private Altersvorsorge

