Jeder fünfte Berufstätige denkt ans Auswandern

Nach einer aktuellen Studie, die die Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt hat, kann sich jeder fünfte Berufstätige in Deutschland einen Umzug ins Ausland vorstellen. Die Gründe hierfür sind eindeutig: Mangelnde finanzielle Perspektiven im Alter.

Die in Deutschland stetig steigenden Lebenshaltungskosten gepaart mit der angespannten Situation der gesetzlichen Rentenversicherung veranlassen 23 Prozent der Befragten im Alter zwischen 16 und 29 Jahre zu der Überlegung, in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten auszuwandern. Bei den Berufstätigen zwischen 30 und 49 Jahren trägt sich jeder Fünfte mit dem Gedanken. Lediglich bei den "älteren" Berufstätigen (über 50 Jahre) können sich das nur 12 Prozent vorstellen. Insgesamt ergibt das eine Quote von 19 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland, die einen Umzug ins Ausland erwägen. Bei einer Umfrage im Jahr 2006 hatte der Wert noch bei 15 Prozent gelegen.

Diese Entwicklung deckt sich auch mit den Zahlen des Statistischen Bundesamtes: 2006 haben insgesamt 155.000 Berufstätige Deutschland den Rücken gekehrt, 2007 waren es allein im 1. Halbjahr bereits 75.000 (1. Halbjahr 2006: 69.000).

Die gemeinsame Studie von Postbank und dem Institut für Demoskopie Allensbach hat bei ihrer bundesweiten Befragung auch unterschiedliche Bildungsgrade berücksichtigt. Das Ergebnis: Besonders Akademiker zieht es ins Ausland - 20 Prozent der befragten Berufstätigen mit abgeschlossenem Studium sind bereit, im Ausland zu arbeiten und zu leben. Bei den Berufstätigen ohne Studium liegt die Zahl knapp darunter bei 18 Prozent.

Die Studie zeigt auch einen Unterschied zwischen Männern und Frauen: Erstgenannte sind mit 21 Prozent deutlich auswanderungsfreudiger als die Frauen (16 Prozent ). [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 15.01.2008 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

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