Versicherungstipp: Private Unfallversicherung

Skifahrer unter Alkohol riskieren Versicherungsschutz

Die Liste der gefährlichsten Sportarten wird vom Skifahren angeführt. Und auch Unfallfolgen bei diesem Wintersport wiegen schwerer als bei saisonal anderen Sportarten, denn die Heilung dauert oftmals wesentlich länger. Ungeachtet dieses hohen Unfallrisikos treten zahlreiche Deutsche ohne genügenden Schutz ihren Winterurlaub an. Statistisch gesehen ereignet sich in Deutschland jeder sechste gemeldete Unfall beim Sport. Hauptsächlich betrifft dies Wintersportler. Allein Skifahrer in der Schweiz bilden ein Drittel der gesamten Sportunfallopfer im Bereich „Wintersportarten“. Das schneeärmere Deutschland hingegen vermeldet stattliche 90.000 Unfälle pro Jahr. Skifahren zählt somit zu den unfallträchtigsten aller Sportarten. Häufig zieht ein Skiunfall langwierige Gesundheitsschäden nach sich. Es fällt auch auf, dass sich generell Männer prozentual häufiger während einer sportlichen Tätigkeit verletzen als das weibliche Geschlecht – dennoch ordnet das BAuA mehr als die Hälfte der jährlich gemeldeten 90.000 Skiunfällen weiblichen Unfallopfern zu.

Trotz des hohen Gefahrenrisikos im Wintersport versichern sich im Schnitt nur knapp vier aus zehn deutschen Hobbysportlern gegen mögliche Unfallfolgen. Dabei sind langfristige Einkommensverluste wegen einer unfallbedingten Invalidität die schwerstmöglichen finanziellen Folgen. Die private Unfallversicherung kann vor diesen schützen. Die Police hilft aber auch die spürbaren Zusatzbelastungen aus kleineren Unfällen zu kompensieren. Eine private Unfallversicherung leistet immer dann finanzielle Unterstützung, wenn ein Versicherungsnehmer unfreiwillig, also durch ein unerwartetes extern einwirkendes Ereignis in seiner Gesundheit geschädigt wird. Grundsätzlich sind jegliche Wintersportbetätigungen, eingeschlossen der Funsportarten, in den Versicherungsschutz integriert. Dazu zählen ebenso Skisprünge wie Skifahrten auf nicht präparierten Pisten. Wird ein Unfall vorsätzlich herbeigeführt, ist er vom Unfallschutz ausgenommen.

Sicherheit in allen Sportarten

Beeinträchtigt ein Unfall die Gesundheit, gibt es in der Unfallversicherung unterschiedliche Absicherungsmöglichkeiten. Am wichtigsten sind die Kapitalzahlungen. Sie werden bei Invalidität (Gliedertaxe beachten!) und bei einem Todesfall geleistet. Außerdem zählt auch die Kostenübernahme von Bergung, Krankentransport sowie der Rückführung des Unfallopfers nach Deutschland in den Versicherungsschutz. Je nach Tarif lassen sich zudem Krankenhaustagegelder vereinbaren.

Werden Unfälle unter Einwirkung von Alkohol oder bewusstseinserweiternder Drogen herbeigeführt wird der Unfallschutz aufs Spiel gesetzt. Da sind sich die Versicherer einig: Versicherungsleistungen werden in diesem Fall grundsätzlich ausgeschlossen. „Pistencaballeros“ auf Unfallkurs werden also doppelt bestraft: nämlich nicht allein mit möglichen gesundheitlichen Nachwehen, sondern auch durch den verlorenen Versicherungsschutz.

So liegt der Fokus einer Unfallversicherung darauf, den Versicherungsnehmer vor schwerwiegenden Unfallfolgen zu schützen. Dafür empfiehlt es sich, für die private Unfallversicherung eine ausreichend hohe Invaliditätssumme unter Berücksichtigung einer Progressionsstaffel zu vereinbaren. D. h.: Der Versicherte erhält mehr Leistung, je größer sich der unfallbedingte Invaliditätsgrad gestaltet. Vereinbart man etwa eine 300%-ige Progression, würde der Versicherungsnehmer bei einer Vollinvalidität das Dreifache der versicherten Invaliditätssumme erhalten.

Autor: insurance1 agency | 20.01.2008 | 0 Kommentare | Rubrik: Risikovorsorge, Unfallversicherung

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