Hausratversicherung - Schutz vor Einbruch
Täter können sich abschrecken lassen
Schon heute scheitert jeder dritte Einbruchsversuch daran, dass Sicherheitstechnik in Eigenheim oder Mietwohnung installiert ist. Und trotzdem schieben viele Bewohner ihr Vorhaben zu eigenen Präventionsmaßnahmen beiseite oder halten sich am guten Vorsatz fest.
Häufig ruft ein Vorfall in der unmittelbaren Nachbarschaft bzw. im privaten Bekanntenkreis den Einbruchschutz wieder ins Gedächtnis. Die Vorstellung, dass jemand fremdes Zuhause eindringen könnte und damit die Privatsphäre verletzt geht einher mit der Furcht davor, unwiederbringliche Erinnerungsstücke und unersetzbare Werte zu verlieren und einzig durch den vorgefundenen Einbruchsvandalismus und dem Chaos an diese erinnert zu werden. Zwar kann eine Hausratversicherung die materiellen Einbußen ersetzen, allerdings bietet sie weder Schutz vor einem tatsächlichen Einbruch und möglichen seelischen Schäden. Trotzdem bleiben viele Häuser und Wohnungen nur ungenügend gegen Einbruchsversuche gesichert. So wird der Einbruchsschutz beim Neubau oft einfach vergessen. Später dann wird er nicht nachinstalliert, obwohl man es sich immer wieder vorgenommen hat. Die kolportierten Annahmen, dass es keine effektiven Schutzvorrichtungen gegen Einbrecher gäbe, sind falsch. Schon jeder dritte Einbruchsversuch schlägt aufgrund vorhandener Sicherheitstechnik fehl. Denn ein Dieb, der Sicherungen zu überwinden hat, benötigt hierfür Zeit und verursacht Lärm. Beide Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, bemerkt zu werden. Daher werfen Einbrecher meist schon die Flinte ins Korn, sobald sie auch nur laute Geräusche erzeugen, auf Hindernisse stoßen oder unerwartet angeleuchtet werden.
Mechanischer Einbruchschutz
Die mechanische Einbruchssicherung an Türen und Fenstern zählt zum wirkungsvollsten Einbruchsschutz. Statistisch gesehen nehmen sich Diebe einen Schraubendreher zur Hand und hebeln in drei aus vier Fällen ihren Zugang ins Haus oder in die Wohnung einfach auf. Einbrecher, die tatsächlich eine Verglasung zerstören, kommen selten vor – das passiert nur bei knapp 2% aller gemeldeten Delikte. Um dem vorzubeugen, kann auf eine breite Produktpalette zurückgegriffen werden, die auch zur Nachrüstung der Schutzanlagen helfen kann. Dazu zählen etwa Einbruchhindernisse wie Keller- und Hausaußentüren. Fenster lassen sich über einbruchhemmende Beschläge sichern, die sich entweder unauffällig im Fensterrahmen integrieren lassen oder die direkt über Bändersicherungen bzw. Schlösser auf dem Rahmen zu befestigen sind. Ratsam ist es, bei allen Produkten des mechanischen Einbruchsschutzes darauf zu achten, dass sie vom VdS (Verband der Schadenversicherer) geprüft worden sind und auch fachgerecht installiert werden. Denn selbst ein brauchbares Zusatzschloss hat nur wenig Sinn, wenn es von lockeren Messingschrauben gehalten wird.
Einbruchmeldeanlagen
Ist mechanischer Schutz nicht genug, um hohe Werte im Hausrat zu sichern, so wird die Installation von Einbruchmeldeanlagen dringend empfohlen. Diese überwachen bestenfalls sämtliche Außentüren und Fensterzugänge eines Wohnhauses. Zusätzlichen Schutz vor unberechtigter Öffnung der Wohnungszugänge bieten im Innenraum angebrachte Bewegungsmelder. Wird ein Einbruch versucht, lösen die Meldeanlagen einen lauten Alarm aus und benachrichtigen ein Sicherheitsunternehmen, welches wiederum – ferner nötig – die Polizei ruft. Auf das VdS-Siegel sollte auch bei der Installation von Alarmanlagen geachtet werden. Außerdem sollten ebenfalls Installateure sowie das verantwortliche Sicherheits- und Wachunternehmen das Prüfsiegel vorzeigen können. Plant man die Installation einer Einbruchmeldeanlage, so sollte dies gemeinsam mit Fachleuten – auch unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse der Bewohner im Haus – vorgenommen werden. Somit können etwa durch Haustiere ausgelöste Falschmeldungen reduziert werden.
Autor: insurance1 agency | 01.02.2008 | 0 Kommentare | Rubrik: Haftpflicht / Heim / Recht, Hausratversicherung

