Anleger trotz Aufwärtstrend an den Finanzmärkten verunsichert

Auch wenn sich die internationalen Finanzmärkte in den letzten Wochen im Aufwärtstrend zeigen, sind die deutschen Privatanleger nach wie vor skeptisch - im März hat sich das Börsenvertrauen der Bundesdeutschen weiter stark abgeschwächt. Besonders betroffen von der Verunsicherung der Anleger sind Aktien- und Fondsanlagen.

Nach den Ergebnissen der aktuellen Ausgabe der Studie "Investmentbarometer" von J.P. Morgan Asset Management hat sich die Zahl derjenigen, die an eine positive Entwicklung des DAX in den kommenden sechs Monaten glauben, um 7,5 Prozent gegenüber der letzten Befragung zum Jahresbeginn verringert - mittlerweile rechnet nur noch knapp jeder sechste Anleger mit einem Ansteigen der Kurse. Der Anteil der Pessimisten ist dagegen von 45,1 Prozent auf 58,8 Prozent gestiegen.

Dennoch scheinen die deutschen Anleger nach wie vor investitionsbereit zu sein: 38,7 Prozent planen in den nächsten Monaten weitere Geldanlagen (+ 2,9 Prozent gegenüber Januar) - die grundsätzliche Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Finanzmärkte scheint also weiterhin vorhanden zu sein. Die Zahl derjenigen, die (Neu-)Investitionen skeptisch gegenüber stehen, ist um 1,5 Prozentpunkte auf insgesamt 55,6 Prozent leicht zurückgegangen.

In der Untersuchung wurden die Befragten auch nach ihren Anlagefavoriten befragt - mit einem klaren Ergebnis: In der Gunst der Anleger ganz vorn liegen konservative Anlageformen, die eine hohe Sicherheit bieten. Tagesgeldkonten sind dabei mit 18,5 Prozent am beliebtesten (+ 2,9 Prozent ), gefolgt von Sparbüchern (+ 2,7 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent ). Risikoreichere Anlageformen haben dagegen einen Rückgang zu verzeichnen: Nur noch 10,9 Prozent der Befragten bevorzugen Fonds als Geldanlage (- 1,9 Prozent ), 4,9 Prozent präferieren Direktinvestments in Aktien (- 1,8 Prozent ).

Das Investmentbarometer wird seit März 2002 regelmäßig durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von JPMorgan Asset Management erstellt. Dazu befragt die GfK jeweils 2.000 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer ab 20 Jahren zu ihrer Einstellung zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten von deutschen Privatanlegern. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 09.04.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Private Altersvorsorge

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