Altersvorsorge: Vertrauen sinkt, Anlagebereitschaft nimmt leicht zu
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise trübt das Vertrauen der Bundesbürger in ihre Altersvorsorge weiterhin - sowohl die gesetzliche Rente als auch der Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge ist betroffen. Dennoch nimmt die generelle Vorsorgebereitschaft der Deutschen leicht zu.
Das zeigen die Ergebnisse der im April zum vierten Mal erhobenen Untersuchung "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge", die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) seit Januar 2009 monatlich durchführt. Befragt wurden diesmal 1.068 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren.
Im Januar hatten 46 der Befragten angegeben, sich Sorgen um ihre Rentenansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu machen - bei der privaten Altersvorsorge waren 25 skeptisch, bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) lag der Wert bei 12 . Im April haben sich diese Zahlen deutlich verändert: Mittlerweile sorgen sich 56 um ihre gesetzliche Rente, 34 der Befragten haben Angst um ihre Ansprüche aus privaten Altersvorsorgemaßnahmen, bei der bAV lag der Wert im April bei 17 .
Insgesamt gab bei der aktuellen Befragung fast jeder Zweite an, mittlerweile persönlich von der Krise betroffen zu sein, sei es durch Verluste bei Geldanlagen (18 ) oder beim Gehalt (16 ), sei es durch Kurzarbeit (5 ) oder durch den vollständigen Verlust des Arbeitsplatzes (6 ).
Daher verwundert es nicht, dass über ein Viertel der Bundesbürger den Abschluss von (zusätzlichen) privaten Altersvorsorgemaßnahmen derzeit aufschiebt - und das, obwohl 75 davon ausgehen, ihren derzeitigen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Trotz der aktuellen Zurückhaltung ist die Zahl derjenigen, die jedenfalls mittelfristig zusätzliche private Altersvorsorgeverträge abschließen wollen, in den letzten Monaten auf inzwischen 23 gestiegen.
[Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 14.05.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Private Altersvorsorge

