Altersvorsorge: Sicherheit schlägt Rendite
Sicherheit ist in Zeiten der instabilen Wirtschaftslage gefragter denn je. So auch auf dem Markt für Altersvorsorgeprodukte. Die Rendite ist in den Augen der Bundesbürger in Krisenzeiten dagegen nur noch zweirangig. Das hat das Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics AG in der aktuellen Studie "Altersvorsorge in der Finanzmarktkrise" herausgefunden. Für die Studie wurden 1.250 Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren befragt.
Die Finanzkrise hat ohne jeden Zweifel für ein Umdenken in der deutschen Bevölkerung gesorgt - auch was die Auswahl der richtigen Altersvorsorgeprodukte angeht. Die Studie zeigt: Die Bürger wollen vor allem krisensichere Produkte. So ist für 84 % der Deutschen eine garantierte Verzinsung im Rahmen eines Altersvorsorgeprodukts längst von zentraler Bedeutung, sodass die Sicherheit der Anlage und nicht die Rendite Entscheidungskriterium Nummer eins ist. Zum Vergleich: Im Vorjahr spielte die Rendite noch für jeden dritten Vorsorger eine wichtige Rolle, in der aktuellen Studie nur noch für jeden Fünften. Dass die Bürger skeptisch Richtung Zukunft blicken und auf die Krisensicherheit ihrer Vorsorge bedacht sind, zeigt auch die Tatsache, dass viele ihre Altersvorsorge auch im Falle einer möglichen Arbeitslosigkeit unangetastet wissen möchten. Die sogenannte Hartz-IV-Sicherheit meint allerdings auch, die Beitragszahlungen möglichst flexibel gestalten zu können, um bei finanziellen Engpässen nicht zu stark in Rückstand zu geraten oder die Vorsorgetätigkeit gar aussetzen zu müssen.
Die Studie offenbart, dass das aus Kundensicht ideale Finanz- und Vorsorgeprodukt Sicherheit, Zinsgarantie und Flexibilität verbindet. Hinzukommen Transparenz und Verständlichkeit des Produkts sowie die wirtschaftliche Situation des Anbieters. Gerade im Hinblick auf das Vertrauen gegenüber dem Produktanbieter wird deutlich, dass traditionsreiche Assekuranzen und Sparkassen sowie Volksbanken nach wie vor einen Vertrauensbonus genießen.
Produktbezogen bevorzugen die Bundesbürger private Rentenversicherungen und Immobilien, aber auch Riester-Renten und klassische Lebensversicherungen. Aktien halten die Deutschen im Rahmen ihrer Vorsorge für das Alter dagegen für ungeeignet - zu instabil sind die Finanzmärkte.
Die Studie der YouGovPsychonomics AG macht deutlich: Waren vor einigen Jahren sichere, im Vergleich zu Aktien aber renditeschwächere Anlageformen wie klassische Renten- und Lebensversicherungen weniger attraktiv, sind genau diese Produkte in Krisenzeiten gefragter denn je - und Sicherheit ist wichtiger als Rendite. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 14.07.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Kapitallebensversicherung, Private Altersvorsorge, Private Rentenversicherung

