Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung so gering wie nie zuvor

Der durchschnittliche Beitragssatz zu den Berufsgenossenschaften ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der gesetzlichen Unfallversicherung gefallen. Der durchschnittliche Beitragssatz sank im Jahr 2008 auf 1,26 EUR je 100 EUR Lohnsumme.

Das geht aus den Jahresberichten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die deren Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), in Berlin vorgelegt hat. Mit diesem Niveau seien die Beiträge auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der gesetzlichen Unfallversicherung gesunken. 1950 hatte der Beitragssatz mit 1,69 % den höchsten Wert erreicht, wie aus den Verbandsdaten hervorgeht.

Allerdings verbergen sich hinter der niedrigen durchschnittlichen Beitragshöhe deutliche Unterschiede in den einzelnen Branchen. Die Beitragshöhe richtet sich nach der Gefährdung, der ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz ausgesetzt ist. Sie reicht von nur 0,5 für kaum gefahrgeneigte Tätigkeiten (Bürotätigkeit, Verwaltung) bis zu über 10 für gefährliche Tätigkeiten (Dachdecker, Gerüstbauer).

Im Gegensatz zu anderen Sozialversicherungsträgern finanziert sich die gesetzliche Unfallversicherung ausschließlich aus Beiträgen der Arbeitgeber. Versichert sind insgesamt ca. 74 Millionen Menschen in Deutschland. Angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen rechnet die DGUV nicht mit dramatischen Beitragssteigerungen, da z. B. die immer weiter sinkenden Unfallzahlen der Versicherten, hervorgerufen durch ständige Präventionsbemühungen, auf der Ausgabenseite auch kontinuierlich für sinkende Aufwendungen sorgen. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 23.07.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Risikovorsorge, Unfallversicherung

Wir vergleichen Versicherungen! www.insurance1.de