Wer sollte eine Dread Disease Versicherung abschließen?
Noch stehen Produkte mit Leistung bei definierten schweren Krankheiten im Schatten anderer Policen zur Absicherung der Arbeitskraft. Dies hat verschiedene Gründe. Manche Verbraucherschützer führen ins Feld, dass der abschließend definierte Leistungskatalog einer Dread Disease einem Roulettespiel gleichkomme. Schließlich werde nur bei diesen und keinen anderen, womöglich noch schwerwiegenderen Krankheiten gezahlt. Dieser Einwand ist prinzipiell richtig. Allerdings greift er zu kurz, da nur wenige Krankheitsbilder wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Multiple Sklerose die Mehrheit aller schweren Erkrankungen umfassen. Das Risiko, an einer schweren Krankheit zu erkranken ist zudem deutlich höher als dasjenige, jemals Invaliditätsansprüche aus einer Unfallversicherung zu erlangen.
Wesentliche Vorteile einer Dread Disease
Vergessen wird jedoch oft, dass nicht jeder eine vermeintlich leistungsstärkere Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann oder sich eine solche zumindest leisten kann. Gerade Menschen mit Rückenproblemen und Allergien ist ein Berufsunfähigkeitsschutz nicht selten verwehrt. Wer körperlich oder handwerklich tätig ist, muss regelmäßig einen nicht unerheblichen Tel seiner Einkünfte dafür aufwenden, um eine angemessen hohe Berufsunfähigkeitsversicherung zu erlangen. Auch endet ein BU-Schutz regelmäßig mit dem Erreichen des 60. bis 67. Lebensjahres. Da beispielsweise Krebs oder Nierenversagen berufsgruppenübergreifend eintreten können, spielt die konkrete Berufsausübung beim Abschluss einer Dread Disease Versicherung eine nur untergeordnete Rolle. Einige Anbieter bieten sogar einen lebenslangen Versicherungsschutz. Auch dies kann sehr sinnvoll sein, denn Bedarf an verbesserter medizinischer Versorgung besteht auch noch im Rentenalter. Gerade für Selbständige bietet eine Dread Disease auch den Vorteil, dass die Versicherungsleistung unabhängig davon erfolgt, ob eine betriebswirtschaftliche Umorganisation möglich ist.
Schnellerer Leistungsentscheid
Zu guter letzt mag es manchem lieber sein, anstatt einer im Zweifel nur befristeten Rentenleistung eine einmalige Kapitalzahlung zu erhalten, die auch bei Wegfall der gesundheitlichen Einschränkung weiter zur Verfügung steht. Die Anbieter von Dread-Disease-Produkten führen noch einen weiteren Vorteil ins Feld: anstatt einer im Zweifel langen Prozessführung bis der Leistungsfall feststeht, müssen bei der Dread Disease nur Karenzzeit und Diagnose für die Auszahlung der Versicherungsleistung erfüllt sein.
Versicherungsschutz für nicht versicherbare Kinder
Da vielfach beitragsfreier Versicherungsschutz auch für minderjährige Kinder besteht, mag eine Absicherung gegen schwere Krankheiten auch dann eine Lösung sein, wenn die entsprechenden Kinder aus gesundheitlichen Gründen keinen anderweitigen Versicherungsschutz erhalten können.
Fazit: eine Dread Disease kann sinnvoll für jeden sein und eine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung gut ergänzen.
Autor: insurance1 agency | 08.10.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Dread Disease Versicherung, Risikovorsorge

