Pflegeversicherung: Große Angst vor Pflege im Alter

Das Vertrauen der Bundesbürger in die Gesetzliche Pflegeversicherung schwindet zunehmend. Laut einer aktuellen Umfrage befürchten drei Viertel der Deutschen, im Pflegefall finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein. Dennoch haben nur 12 % eine zusätzliche private Vorsorgemaßnahme abgeschlossen. Die Sparte Pflege bietet daher viel Abschlusspotenzial für die Branche.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der Marseille-Kliniken AG eine Umfrage unter 1.804 Personen zum Thema Pflegeversicherung durchgeführt. Die Ergebnisse: Die Sorge über Pflegebedürftigkeit im Alter beschäftigt bereits knapp die Hälfte der unter 30-Jährigen. In der Altergruppe der 30- bis 60-Jährigen machen sich über 60 der Befragten Sorgen, im Alter zum Pflegefall zu werden - bei den über 60-Jährigen liegt der Wert gar bei 80 . Zwei von drei Befragten dieser Altersgruppe sind besorgt, "zu einer Belastung für andere zu werden". Verbreitet ist zugleich der Wunsch, das eigenständige Leben im Pflegefall soweit wie möglich fortzusetzen.

Doch dazu bedarf es finanzieller Mittel, die die Gesetzliche Pflegeversicherung allein wohl nicht decken kann: Knapp drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass die gesetzlichen Leistungen zur Finanzierung einer eigenen Pflegesituation nicht ausreichen würden. Obschon sich also ein Großteil der Bundesdeutschen darüber im Klaren ist, dass die Pflegepflichtversicherung letztlich nur eine "Teilkasko" für den Pflegefall ist, besitzen nach dem Ergebnis der Studie aktuell nur rd. 12 % der Bundesbürger eine private Pflegezusatzversicherung.

Hier sollte die Versicherungsbranche mit überzeugenden Produkten und einer richtigen Kundenansprache ansetzen, um das riesige Potenzial im Bereich Pflege zu nutzen. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 20.10.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Pflegeversicherung

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