Dread Disease Versicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Überlegen Sie einmal, wie viele Personen Sie kennen, die bereits an Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall erkrankt sind. In der Regel kommen so schon eine ganze Menge Leute zusammen. Vergleichen Sie diese Zahl mit der derjenigen, die in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis berufsunfähig geworden sind. Vielleicht bestärkt es auch Sie in Ihrer Einschätzung, dass es jährlich zu rund 425.000 neue Krebserkrankungen, 276.000 Herzinfarkte und 200.000 Schlaganfälle in Deutschland kommt. Das bedeutet rund 2.479 Erkrankungen pro Tag und 103 Neuerkrankungen pro Stunde. Immer wieder sind auch junge Leute von den benannten schweren Krankheiten betroffen.
Spezialisten wünschen keine Ratenzahlung
Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin, dass Berufsunfähigkeitsschutz anders als eine Dread Disease Versicherung deutlich umfassenderen Schutz biete. Auch sei eine adäquate Bedarfsdeckung durch eine monatliche Rentenleistung im Gegensatz zu einmaligen Kapitalleistungen aus einer Dread Disease sehr viel bedarfsgerechter. Nun, im Schnitt werden BU-Leistungen nur drei bis fünf Jahre erbracht. Die Zahlung muss jedoch bis zum Rentenalter erfolgen. Eine Dread Disease hingegen schüttet das Geld auf einmal aus. Eine Fortführung der Beitragszahlung ist dann meist nicht mehr nötig. Während eine monatliche Rente von beispielsweise 1.000 oder 2.000 Euro wenig helfen wird, wenn ein Haus umzubauen ist oder eine kostspielige Operation im Ausland finanziert werden soll, kann eine Dread Disease Versicherung genau diese Lücke schließen. Fakt ist einfach, dass die meisten Deutschen die Bedeutung einer Dread Disease im Vorsorgemix noch nicht erkannt haben.
Dread Disease versichert abschließend
Einige Nachteile einer Absicherung gegen schwere Krankheiten müssen jedoch benannt werden: Versicherungsschutz besteht nur für die abschließend aufgezählten Krankheitsbilder. Speziell psychische Beschwerden und Rückenprobleme meist nicht zum Leistungsumfang einer Dread Disease. Auf der anderen Seite verkennt die öffentliche Diskussion, dass eine Dread Disease die Leistung auch dann erbringt, wenn eine Krankheit zwar eintritt, eine Berufsunfähigkeit damit nicht oder nur vorübergehend verbunden ist. Auch wird gerne übersehen, dass anstelle einer zeitlich befristeten monatlichen Rente in der Regel eine einmalige Kapitalleistung erbracht wird, die auch dann nicht zurückgezahlt werden muss, wenn die Folgen der Krankheit geringer als erwartet ausfallen oder die versicherte Person binnen weniger Monate oder Jahre nach dem Leistungsfall versterben sollte.
Leistungen schon kurz nach Diagnose
Abschließend sei noch der Hinweis erlaubt, dass eine Dread Disease in den meisten Fällen innerhalb von drei Monaten ab Diagnose die Versicherungsleistung erbracht hat, während es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung leicht von mehreren Monaten bis Jahren dauern kann. Was die Wichtigkeit der korrekten Beantwortung von Gesundheitsfragen betrifft, nehmen sich beide Absicherungsalternativen jedoch nichts.
Autor: insurance1 agency | 04.11.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Dread Disease Versicherung, Risikovorsorge

