Angst der Frauen vor Altersarmut

In einer Umfrage im Herbst 2009 hat das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 1.000 Frauen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren zum Thema Altersarmut befragt. Das Ergebnis: 40 % befürchten Altersarmut oder zumindest einen deutlich niedrigeren Lebensstandard.

Das Ergebnis gilt vor allem für jüngere Frauen, so die Autoren der Studie. Aber die Frauen zeigten nicht nur, dass sie das Problem erkannt haben, sie handeln auch. 57 % der Befragten nannten die Altersvorsorge als ihr vorrangiges Ziel.

Die Sensibilität für die Altersvorsorge - so eines der wesentlichen Ergebnisse der Umfrage - nimmt deutlich zu. Wertet man die Antworten nach Tätigkeiten der Befragten aus, dann zeigt sich laut Studie, dass Hausfrauen und Arbeiterinnen noch mehr um die Zukunft fürchten. Vermutlich habe die Finanzkrise das Ergebnis beeinflusst. TNS Infratest befragte die Frauen auch, woran sie sich bei ihren Entscheidungen zur Altersvorsorge orientieren. Hier habe sich gezeigt, dass der Rat des Partners an Bedeutung abnimmt. Wichtige Entscheidungshilfe sei der schon eingeschlagene Weg, wobei die Ratlosigkeit aber zunehme. Davon profitieren die Finanzberater, die von 21,5 % der Befragten zurate gezogen werden.

Bei aller Erkenntnis der Frauen stellt die Umfrage aber auf der anderen Seite auch fest, dass nach wie vor etwa ein Fünftel der westdeutschen Frauen und sogar ein Viertel der ostdeutschen Frauen auf die gesetzliche Rente vertrauen. Während der westdeutsche Wert stabil bleibe, habe sich der ostdeutsche Wert von 31 auf etwa 25 verringert. Hier zeige sich die Auswirkung der öffentlichen Debatte.

Bei den verschiedenen Arten der Altersvorsorge dominiere mit 57 klar die Rente. Das Eigenheim verliere dagegen weiter an Boden: Von 10 im Vorjahr auf nur noch 5 %. Vorsorgeexpertin Sabine Peters meint dazu, dass die Frauen auf dem richtigen Weg sind. Die Rente, also die finanziellen Einnahmen im Alter, bilden auch für Peters die zentrale Säule der Altersvorsorge. Das Eigenheim könne nur eine Ergänzung sein. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 05.11.2009 | 0 Kommentare | Rubrik: Private Altersvorsorge

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