Welche Nachteile hat eine Dread Disease Versicherung?
Die Leistung aus einer Dread Disease Versicherung hat als Vorteil eine Einmalzahlung in vereinbarter Höhe. Nachteilig ist jedoch, dass gerade bei lang andauernder Berufsunfähigkeit eine lebenslange Rente über 20, 30 oder sogar noch mehr Jahre deutlich vorteilhafter wäre. So bedeuten 1.000 Euro monatlich auf 20-Jahres-Sicht bereits 240.000 Euro. Noch höhere BU-Renten lassen sich mit einer marktüblichen Dread Disease kaum kompensieren.
Abschließende Aufzählung der versicherten Krankheiten
Eine Reihe von Diagnosen sind über eine Dread Disease nicht versicherbar. Für den Leistungsfall kommt es hier einzig und allein auf die abschließend definierten Krankheitsbilder an. Zwar sind mit Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder multipler Sklerose die am häufigsten vorkommenden schweren Krankheiten versichert, jedoch können auch viele deutlich seltener auftretenden Krankheiten zum Verlust der Arbeitskraft führen. Speziell Rückenprobleme sowie psychosomatische Beschwerden sind über eine Dread Disease höchstens eingeschränkt abgesichert.
Bedingungslektüre wichtig
Wichtig ist auch der Hinweis, dass die Mitversicherung beispielsweise von Krebs nicht bedeutet, dass hier ein uneingeschränkter Schutz besteht, denn Krebsvorstufen (z.B. CIN 1 und 2) sind regelmäßig vom Versicherungsschutz ausgenommen. Ein genauer Blick ins Kleingedruckte bleibt also erforderlich.
Fischernetze mit Nutzen
Wer eine Dread Disease daher aufgrund der Absicherungslücken mit einem Sieb vergleicht, hat sicher nicht grundsätzlich Unrecht, verkannt aber die Vorteile, die eine Absicherung gegen schwere Krankheiten auch haben kann. Zumal wird dabei übersehen, dass sich speziell handwerklich oder körperlich tätige Personen oft gar keine Berufsunfähigkeitsversicherung in ausreichender Höhe finanzieren können.
Autor: insurance1 agency | 09.03.2010 | 0 Kommentare | Rubrik: Dread Disease Versicherung, Risikovorsorge

