Bundesbürger investieren wieder stärker in ihre Altersvorsorge
Die Deutschen lassen wieder mehr Geld in die Altersvorsorge fließen. Das zeigt das 9. Altersvorsorge-Barometer von J.P. Morgan Asset Management. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass derzeit 44 Prozent der Deutschen regelmäßig Geld für Ihren Ruhestand zurücklegen. Das bedeutet einen Anstieg um 3 Prozent gegenüber der letzten Untersuchung im Oktober 2009.
Seit März 2007 ermittelt J.P. Morgan Asset Management regelmäßig, ob und in welcher Höhe die Deutschen monatlich langfristig privat für ihren Ruhestand sparen. Die Befragung von rund 1.900 Frauen und Männern ab 20 Jahren wird regelmäßig von der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg (GfK) durchgeführt. Dabei wird ermittelt, wie viel Geld in Fondssparpläne, Riester- oder Rürup Renten, Renten- oder Lebensversicherungen, Sparbücher oder Immobilien investiert wird.
Ein so gutes Altersvorsorge-Klima wie aktuell habe sich bisher nur einmal, nämlich bei der ersten Erhebung im Frühjahr 2007 beobachten lassen, betont Jean Guido Servais, Director Marketing und PR bei J.P. Morgan Asset Management - also vor Ausbruch der Finanzkrise. Diese sei zwar noch nicht überwunden, aber viele Anleger hätten auch in den schwierigen Zeiten ihre langfristig ausgerichteten Investitionen nicht aufgelöst. Servais wertet den aktuellen Anstieg der Sparerquote als gutes Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte nun langsam zurückkehrt.
Die Ergebnisse des 9. Altersvorsorge-Barometers zeigen auch: Auf regionaler Ebene sind die Sparerquoten durchaus unterschiedlich. In den Bundesländern Thüringen und Sachsen entspricht der Anteil der Vorsorge-Sparer mit 43,7 Prozent etwa dem deutschen Durchschnittswert. Bayern (45,4 Prozent) und Baden-Württemberg (46,3 Prozent) schaffen eine leicht über dem Durchschnitt liegende Sparquote. Die Region im Nord-Westen mit den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen ist dagegen zurückhaltender, was die Vorsorgebereitschaft angeht: Mit 41,8 Prozent liegen die Länder leicht unter dem Durchschnittswert. Die Region Mitte-West mit den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (39,7 Prozent) und der Nord-Osten mit Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt (39,5 Prozent) bilden die Schlusslichter im Hinblick auf die Sparbereitschaft. In Nordrhein-Westfalen hingegen investieren überdurchschnittlich viele Bürger ihr Geld in ihre Altersvorsorge (49,2 Prozent).
Im Vergleich mit den Ergebnissen der vergangenen Erhebungen aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 zeigt die Studie von J.P. Morgan Asset Management, dass besonders in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und im Nord-Osten die Vorsorgebereitschaft gestiegen ist. In Bayern und der Region Mitte-Ost ist die Sparquote im Vergleich zum Vorjahr dagegen deutlich gesunken. In den Regionen Mitte West und Nord West hat sich der Prozentsatz der Sparer auch in der Krise weiter gesteigert. Trotz der gegensätzlichen Verhaltensmuster in den Regionen lasse sich aber fast in ganz Deutschland ein positiver Trend ermitteln, so Charles Neus, Altersvorsorge-Experte und Geschäftsleiter bei J.P. Morgan Asset Management: Immer mehr Deutsche würden die Notwendigkeit der privaten Vorsorge erkennen, um die Versorgungslücke im Rentenalter zu schließen. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 19.05.2010 | 0 Kommentare | Rubrik: Private Altersvorsorge

