Autoversicherungen sind in Ostdeutschland am günstigsten
Einheitliche Preise für ganz Deutschland? Das trifft zumindest bei der Autoversicherung nicht zu. Denn einer Studie zufolge sind diese im Osten Deutschlands besonders günstig, während sie im Süden am teuersten sind. Gründe könnten dabei laut einer Studie des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die unterschiedliche Anzahl von Fahrzeugen, sowie die Straßen- und Wetterverhältnisse in den Regionen sein.
Autofahrer im Osten Deutschlands können sich besonders freuen, denn nirgendwo sonst fahren sie hierzulande versicherungstechnisch so günstig. Neun der zehn günstigsten Städte und Landkreise befinden sich in Ostdeutschland. Lediglich das schleswig-holsteinische Plön konnte sich in den Top Ten als westdeutsche Region einreihen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), welche die aktuellen Zahlen zu den Haftpflicht-Regionalklassen aufzeigt.
Elbe-Elster, Mecklenburg-Strelitz und der Kreis Oberspreewald-Lausitz sind demnach am preiswertesten. Am teuersten hingegen sind Kfz-Versicherungen in Kaufbeuren im Allgäu sowie in Passau. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Berlin auf dem dritten Rang bei den teuersten Regionen. Grund für die auffälligen Ost-West-Unterschiede ist nach den Ergebnissen der GDV-Studie u.a. die geringere Schadenbilanz des Ostens im Vergleich zum Süden Deutschlands. Auch die unterschiedliche Verkehrsdichte sowie die verschiedenen Straßen- und Wetterverhältnisse wirken sich auf die Preisspanne aus.
Diese regionalen Unterschiede sind jedoch nicht neu. Seit Jahren zeichnet die Regionalklassen-Statistik der deutschen Versicherungswirtschaft ein konstant bleibendes Bild. Denn rund 70 Prozent aller zugelassenen Pkws bleiben in derselben Regionaleinstufung. Nur die Ostseeinsel Rügen konnte sich erneut um drei Klassen verbessern und befindet sich nun in der Regionalklasse zwei.
Im Bereich der Vollkaskoversicherung zeigt die Studie ein etwas anderes, aber dennoch insgesamt stabiles Bild. Hier ist Niedersachsen am günstigsten. Für 79 Prozent aller zugelassenen Pkw-Fahrer ändert sich jedoch auch hier nichts. Bei der Teilkaskoversicherung bleibt sogar für 82 Prozent alles beim Alten.
Doch worum handelt es sich bei den Regionalklassen und welche Bedeutung haben sie für den versicherungspflichtigen Autofahrer? Regionalklassen werden bei der Beitragsberechnung zur Kfz-Versicherung berücksichtigt, da sie die Schadenbilanz einer bestimmten Region widerspiegeln. Beeinflusst wird sie vom Fahrverhalten der Autofahrer, der Zahl der zugelassenen Fahrzeuge sowie den örtlichen Straßenverhältnissen. Berücksichtigt werden dabei aber auch Sturm- und Hagelbilanzen, Wildunfälle sowie die Diebstahlquote. Insgesamt gibt es bei der Haftpflicht zwölf, bei der Teilkasko 16 und bei der Vollkasko neun Klassen. Eine höhere Stufe steht dabei für mehr Kosten. Wer sich für die Einstufung seiner Region interessiert, kann diese unter GDV-Regionaldatenbank erfahren. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 29.09.2010 | 0 Kommentare | Rubrik: Autoversicherung

