Rund-um-Service in der Kfz-Versicherung wird immer beliebter

Der Preis, eine automatische Leistungsverbesserung, der Einschluss neuer Leistungsmerkmale sowie ein verbesserter Service im Schadenfall sind für Kunden die Kriterien bei der Wahl ihrer Kfz-Police. Dies zeigt eine aktuelle Trendstudie rund um das Thema Kfz-Versicherung.

Bei der Wahl der Kfz-Versicherung sind aus Sicht der Kunden noch immer der Preis, eine automatische Verbesserung der Leistungen sowie die automatische Leistungsverbesserung von Bedeutung. Wer diese Kriterien beachtet, kann laut einem Beitrag von Jürgen A. Junker in der Zeitschrift Versicherungswirtschaft (Heft 22/2010) bei den Kunden punkten und diese langfristig an sich binden. Doch auch der Rund-um-Service im Schadenfall wird für die Kunden immer wichtiger. Denn insgesamt hat bereits jeder fünfte Autofahrer eine Reparatur in einer Partnerwerkstatt durchführen lassen. Bei einem Drittel der Fahrzeughalter, die bereit sind ihre Kfz-Versicherung zu wechseln, stellt dieser Faktor zudem ein wichtiges Entscheidungskriterium dar.

Wichtigster Grund bei einem eventuellen Wechsel der Kfz-Versicherung sind noch immer die Kosten. So erhoffen sich 97 % derer, die einen Wechsel in Erwägung ziehen, dadurch günstigere Prämien. Dicht gefolgt wird dies von dem Wunsch nach mehr Flexibilität. Bestenfalls soll sich hier das bestehende Vertragsverhältnis u.a. durch kundenfreundlichere Tarife verbessern. Hiermit hält der bereits im vergangenen Jahr auftretende Trend zu mehr Flexibilität bei der Tarifgestaltung auch in diesem Jahr weiter an. Als dritten Grund nennt der Beitrag die Suche der Kunden nach neuen Leistungen, die von ihrem bisherigen Vertrag nicht mit abgedeckt werden.

Befragt wurden die Teilnehmer der Studie nach den für sie wichtigen Versicherungsleistungen im Bereich Kfz. Durchgeführt wurde die Trendstudie vom Institut für Management und Wirtschaftsforschung IMWF im Auftrag eines großen deutschen Versicherungsunternehmens. Dabei wurden neben den bereits aufgeführten Ergebnissen deutlich, dass auch der Rabattschutz eine große Rolle spielt. Eine weitere Priorität neben der Flexibilität bzw. den automatischen Leistungs-Up-dates und dem Rabattschutz stellt der Schutz des Fahrers dar. All diese Faktoren sprechen laut Junker dafür, dass sich die Versicherten intensiv mit den Leistungskriterien ihres Versicherers auseinandersetzen.

Erstmals wurden innerhalb der Studie auch die Wünsche der Kunden an ihren Versicherer im Schadenfall erhoben. Wichtigstes Entscheidungskriterium mit 88 ist demnach die schnelle und unbürokratische Regulierung. Und dies sowohl im In- als auch im Ausland. Für 85 der Befragten heißt dies konkret, dass ihre Versicherung 24 Stunden am Tag und das sieben Tage in der Woche telefonisch erreichbar ist. Eine große Bedeutung haben dabei auch organisatorische Aspekte wie beispielsweise das Abschleppen oder ein kostenloses Ersatzfahrzeug. Eine Stufe darüber wäre die komplette Abwicklung der Reparatur in einer Partnerwerkstatt durch die Assekuranz. Den Vertragswerkstätten-Service nutzt bereits jetzt jeder fünfte Autofahrer und 89 % sind dabei mit den Leistungen ihrer Versicherer zufrieden. Ein Grund der dennoch gegen dieses Modell spricht ist aus Sicht vieler Fahrer der Verlust der freien Werkstattwahl. Zudem befürchten viele nach Ansicht von Junker unbegründeter Weise, durch die nicht herstellergebundene Werkstatt ihre Garantieleistungen zu verlieren. Und letztendlich weiß jeder sechste Versicherte gar nichts von der Existenz dieses Schaden-Services.

Bei den 20- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Versicherten mit einer Werkstattbindung 50 % höher als bei der Gesamtbevölkerung. Drei Fünftel der Fahranfänger planen zudem einen Wechsel in einen gebundenen Tarif. Besonders in diesem Segment ist demnach in den kommenden Jahren ein Wachstum zu erwarten. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

Autor: LexisNexis | 02.12.2010 | 0 Kommentare | Rubrik: Autoversicherung

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