Außergewöhnlich viele Naturkatastrophen in 2010 belasten Versicherungsbranche
Werden die Auswirkungen des Klimawandels immer offensichtlicher? Wirft man einen Blick auf die Anzahl der Naturkatastrophen im vergangenen Jahr, kann die Antwort eigentlich nur ja lauten: Denn weltweit insgesamt 950 Naturkatastrophen stellen einen außergewöhnlich hohen Wert dar. Das ist das Ergebnis der jährlich veröffentlichten Katastrophenbilanz eines großen, weltweit tätigen Rückversicherers.
Nach dem Bericht wurden rund 90 Prozent der 950 genannten Naturkatastrophen wetterbedingt, also etwa durch Stürme, Unwetter oder Überschwemmungen verursacht; die restlichen 10 Prozent sind überwiegend durch schwere Erdbeben entstanden. Eine höhere Anzahl naturbedingter Katastrophen hat es erst einmal, nämlich im Jahr 1980, gegeben. Seit 1980 haben sich im Jahresdurchschnitt 785 Naturkatastrophen pro Jahr ereignet. 2011 erwartet der weltweit tätige Rückversicherer einen weiteren Zuwachs. Gründe hierfür sieht er in der weiter fortschreitenden Erwärmung der Weltmeere.
Durch die 950 Naturkatastrophen sind im Jahr 2010 ca. 300.000 Menschen ums Leben gekommen. Und auch der volkswirtwirtschaftliche Schaden ist hoch: Er lag insgesamt bei geschätzten 130 Mrd. USD (rd. 99 Mrd. EUR) - der Anteil der versicherten Schäden betrug laut dem Bericht des Rückversicherers 36 - 37 Mrd. USD (rd. 27 - 28 Mrd. EUR) - eine derart hohe Schadensumme hat es in den vergangenen 30 Jahren nur sechsmal gegeben. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]
Autor: LexisNexis | 05.01.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

