Private Krankenversicherung: Gleichbleibende gute Leistung gegen einkommensabhängige Beiträge
Wer jung und gesund ist und gut verdient, hat die freie Wahl, ob er sich gesetzlich oder privat krankenversichern will. Bevor diese Entscheidung gefällt wird, sollte sich jeder überlegen, ob er sich sicher ist, eine Entscheidung für die besseren Leistungen der PKV auch das ganze Leben finanziell durchzuhalten. Um die unweigerlich im Alter steigenden Beiträge bei der PKV auszugleichen, sollte rechtzeitig und kontinuierlich gespart werden.
In einem Beitrag im Heft 3/2011 stellt die Zeitschrift "Finanztest" die Vor- und Nachteile der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber. Danach ist die private Krankenversicherung uneingeschränkt empfehlenswert; vor allem für Beamte. Sie bekommen von ihrem Arbeitgeber, dem Staat, einen Zuschuss bis zu 70 % der Krankheitskosten und müssen lediglich den Rest absichern. Wenn sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse wären, müssten sie dort den vollen Beitrag zahlen. Auch Selbstständige sind in der Regel privat krankenversichert.
Um die im Laufe des Lebens unweigerlich steigenden Beiträge samt Alterungsrückstellungen abzusichern, sollten die Mitglieder der privaten Krankenversicherung rechtzeitig Rücklagen bilden und den Vorteil der PKV nicht in erster Linie in den niedrigen Beiträgen in jungen Jahren sehen, die häufig unter dem liegen, was sie in der GKV zahlen müssten. Bei einer entsprechenden Verzinsung können mit diesen Ersparnissen die Beitragssteigerungen im höheren Lebensalter finanziert werden.
Als entscheidenden Unterschied zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung hält "Finanztest" fest, dass bei der PKV die einmal vereinbarte Leistung das ganze Leben gleich bleibt, während die Beitragshöhe nach oben offen ist. Bei der GKV ist es umgekehrt: Die Beiträge orientieren sich immer am Einkommen des Versicherten, wenn diese sinken, werden sie ebenfalls niedriger. Dafür werden die Leistungen ständig verändert - von einzelnen Leistungen, wie der häuslichen Krankenpflege oder der Hospizbetreuung abgesehen, tendieren sie dazu, sich zu verschlechtern und in einzelnen Bereichen nur noch Teilleistungen abzudecken. Wer Wert auf die gesicherten und guten Leistungen der privaten Krankenversicherung legt, sollte sich deshalb sicher sein, dass er den Beitrag dafür dauerhaft schultern und ihn durch konsequentes Sparen ausgleichen kann. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]
Autor: Wolters Kluwer | 28.02.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Private Krankenversicherung

