Handyversicherungen für Smartphones sinnvoll?
Auf dem Handymarkt befinden sich Smartphones seit einiger Zeit auf dem Vormarsch. Diese Handys, die regelmäßig mit einem Touchscreendisplay ausgestattet sind, können fast alles, sind aber auch recht teuer. Viele Versicherer bieten inzwischen Handyversicherungen an, die bei Beschädigung bzw. Diebstahl für den Schaden aufkommen. Ob sich ein Abschluss lohnt, hängt von vielen Faktoren ab und sollte im Einzelfall genau geprüft werden.
Der Verbreitung von Handys im oberen Preissegment hat durch die Erfolgsgeschichte der Alleskönner mit großen Touchscreens - die sogenannten Smartphones - in den vergangenen zwölf Monaten massiv zugenommen. Eine Änderung dieses Trends ist nicht abzusehen. Mitte 2010 besaßen bereits 32 der Bundesbürger ein Smartphone, weitere 11 planten die Anschaffung eines solchen Handys innerhalb von drei Monaten.
Beim Kauf eines Smartphones bzw. beim Abschluss eines (neuen) Mobilfunkvertrages werden heutzutage regelmäßig auch direkt entsprechende Handyversicherungen angeboten. Doch lohnt sich der Abschluss einer solchen Versicherung überhaupt? Das hängt massiv von den Konditionen des jeweiligen Anbieters ab.
Sein Handy hat der Nutzer heutzutage eigentlich immer dabei und griffbereit. Damit ist das Mobiltelefon verschiedenen Risiken ausgesetzt: Es kann herunterfallen und beim Aufprall Schäden an Gehäuse und Display nehmen, bis hin zum vollständigen Defekt. Letzteres ist in der Regel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall, wenn das Smartphone in Badewanne, Toilette oder andere "Gewässer" fällt. Selbstverständlich kann das Handy auch verloren oder gestohlen werden, mit der Folge, dass neben dem Verlust des Gerätes selbst auch Zusatzkosten entstehen können, wenn - im Falles des Diebstahls - das Handy vom Dieb bis zur Sperrung der Telefonkarte zum Telefonieren weiter genutzt wird.
Die Zahl der Anbieter von Handyversicherungen ist inzwischen recht groß. Doch das Leistungsspektrum der einzelnen Anbieter unterscheidet sich massiv. Manche Assekuranzen schließen auch den Diebstahlschutz mit ein, andere nicht. Gleiches gilt für die bereits geschilderten Folgekosten durch Weiternutzung der Handykarte bis zur Sperrung durch den Vertragspartner. Auch Kosten für Leihgeräte werden von einigen Versicherern übernommen. Außerdem werden regelmäßig Tarife mit unterschiedlichen Deckungs- bzw. Selbstbeteiligungsgraden im Schadenfall angeboten. Ist ein Diebstahlschutz im Leistungsspektrum enthalten, greift dieser in aller Regel nur, wenn der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass er das Handy beim Diebstahl "sicher bei sich geführt hat" - eine Entwendung infolge grob fahrlässigen Verhalten des Versicherungsnehmers ist indes immer ausgeschlossen. Auch die Vertragslaufzeit ist bei Entscheidung pro oder contra Handyversicherung zu berücksichtigen: In der Regel liegt sie zwischen zwölf und 36 Monaten - eine längere Laufzeit als 24 Monate ist bei den immer kürzer werdenden Produktzyklen bei Mobilfunkgeräten bedingt durch den rasanten technischen Fortschrift in der Regel nicht sinnvoll.
Ob sich der Abschluss einer Handyversicherung lohnt, hängt also von vielen Faktoren ab und sollte im Einzelfall genau durch den Vergleich der Angebote verschiedener Versicherer geprüft werden. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]
Autor: Wolters Kluwer | 26.04.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

