Versicherungen: Versicherungstechnische Grundabsicherung der Bundesbürger mangelhaft

Sind die Bundesbürger Versicherungsverweigerer? Nun, das sicher nicht. Wie aber eine aktuelle Studie zeigt, fehlt vielen Bundesbürgern die fachliche Kompetenz zur Beurteilung ihres eigenen Versicherungsbedarfs. Die Konsequenz: Über die Hälfte der Bevölkerung weist eklatante Lücken in der "Grundabsicherung" durch Versicherungen auf.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie ("Versicherungswesen in Deutschland"), für die das Verbraucherportal 1blick Fachleute aus der Versicherungsbranche befragt hat. Das Ergebnis: Nach Ansicht von mehr als 85 der Befragten besteht bei über 50 der Bundesbürger eine eklatante Versicherungslücke in der Grundabsicherung, d.h. Risiken, die im Fall der Fälle den wirtschaftlichen Ruin bedeuten können (z.B. Berufsunfähigkeit, Haftpflichtschäden etc.) sind nicht hinreichend abgesichert. Auf der anderen Seite besteht nach Einschätzung der befragten Experten bei vielen Versicherungsnehmern ein Überfluss an unnötigen Luxusversicherungen.

1blick-Versicherungsexperte Dr. Jochen Weber führt dies auf eine bei vielen Versicherungsnehmern fehlende Kompetenz für die Beurteilung der Frage zurück, welche Versicherungen sinnvoll, ja vielleicht sogar zwingend erforderlich sind und welche nicht. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Studie, nach der knapp zwei Drittel der Bundesbürger nach Einschätzung der Befragten nicht wissen, welche Versicherungen für sie hilfreich und welche überflüssig sind. Der Grund hierfür liege im Wesentlichen an der nicht optimalen Informationspolitik der Versicherungsunternehmen (30 ) und weniger am Desinteresse der Verbraucher (10 ).

Nach Einschätzung von Weber besteht daher ein massiver Aufklärungs- und Informationsbedarf aufseiten der Verbraucher, den es von Assekuranzen und Vermittlern aufzugreifen gilt. Am besten sei allerdings eine Aufklärung seitens neutraler Stellen und Institutionen, so Weber. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]

Autor: Wolters Kluwer | 28.04.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

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