Geschlossene Fonds: AIFM-Richtlinie tritt in Kraft
Die sog. AIFM-Richtlinie ist am 21. Juli 2011 in Kraft getreten. Zwei Jahre ist nun Zeit zur nationalen Umsetzung.
Die AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Manager) will die Alternativen Investment Fondsmanager regulieren und das ist, auf Deutschland bezogen, eine spannende Angelegenheit. Schließlich geht es insbesondere um die Geschlossenen Fonds, also um einen Teil des Finanzmarktes, der bislang weitgehend unreguliert war und in der Vergangenheit nach Meinung des Handelsblatts 70 Mrd. EUR Anlegerschaden produziert hat.
Die Richtlinie will alle Fondsmanager gleich behandeln, was zum Beispiel bedeutet, dass es endlich Zulassungsvoraussetzungen für Fondsmanager von Geschlossenen Fonds, vergleichbar den Bedingungen bei den offenen Investmentfonds, geben soll. Der VGF Verband Geschlossene Fonds begrüßt laut seiner Pressemitteilung vom 20.07.2011 das Inkrafttreten der Richtlinie ausdrücklich. Es ist zu hoffen, dass die Umsetzung der Richtlinie in Deutschland auch die von den seriösen Marktkräften erhoffte Marktregulierung bringt.
Selbstverständlich ist das nicht, denn in der Vergangenheit wurde die Branche von einflussreichen Politikern fast aller Parteien, trotz permanenter Fondscrashs mit Multimillionenschäden, immer wieder vor gesetzlichen Sanktionen errettet. Vielfach traten bekannte Politiker sogar öffentlich für dubiose Anbieter ein oder ließen sich zu Marketingzwecken missbrauchen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.aifm.de/ [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]
Autor: Wolters Kluwer | 25.07.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Finanzen

