Versicherungsunternehmen investieren in Mitarbeiter

Die demografischen Entwicklungen werden auch in Bezug auf die Mitarbeiter der Assekuranzen spürbar. Immer weniger qualifizierte Berufsanfänger stehen für eine Ausbildung zur Verfügung. Hinzukommt, dass viele Abiturienten ein Studium bevorzugen. Für die Versicherungsunternehmen ist es daher immer wichtiger, in vorhandenes Wissen der Mitarbeiter zu investieren und diese langfristig an sich zu binden.

Wie der aktuelle "Branchenkompass 2011 Versicherungen", eine Studie des Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting, zeigt, wollen rund 90 der Versicherungsentscheider gezielt in das Fachwissen ihrer Mitarbeiter investieren. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von mehr als 10 . Neben Servicequalität und Kosteneffizienz zählt das Human Capital Management demnach bis zum Jahr 2014 zu den drei wichtigsten strategischen Schwerpunkten. Ein Grund hierfür liegt in den demografischen Entwicklungen, die auch bei den Assekuranzen für einen Mangel an qualifiziertem Nachwuchs sorgen. Viele junge Leute entscheiden sich zudem nach dem Abitur für ein Studium anstelle einer Ausbildung. Daher ist es für die Versicherungsunternehmen umso bedeutsamer, die vorhandenen Mitarbeiter weiterzubilden, ihr Know-how zu festigen und sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Häufig verfügen Mitarbeiter über Fähigkeiten, die zwar dem Unternehmen von Nutzen sein können, diesem aber nicht bekannt sind. Eine Lösungsmöglichkeit in diesem Zusammenhang wäre eine Datenbank, die die jeweiligen Talente und Qualifikationen der Mitarbeiter aufzeigt. Personaler können so leicht erkennen, welche Ressourcen vorhanden sind und in welchen Bereichen Nachholbedarf besteht. Durch die Förderung von Talenten werden gleichzeitig die Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden, da dies ihren Vorlieben entgegenkommt.

Wie die Studie weiter zeigt, ist insbesondere der Vertrieb von einem Fachkräftemangel betroffen. Demnach haben die Versicherungsmakler sowohl bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter als auch dem Anwerben von Nachwuchskräften große Probleme. Doch gerade hierbei handelt es sich um einen für die Versicherungsunternehmen nicht unwichtigen Vertriebsweg. Schließlich konnten die Makler ihren Anteil am Neugeschäft kontinuierlich ausbauen. Grundlage der Studie, die im April und Mai dieses Jahres durchgeführt wurde, war eine Befragung von 100 Führungskräften aus 100 der größten Versicherungsgesellschaften in Deutschland. Thematisiert wurden dabei sowohl Investitionsziele als auch die Geschäftspolitik bis zum Jahr 2014. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]

Autor: Wolters Kluwer | 18.08.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

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