Neue KPMG-Studie zur Wirtschaftskriminalität / Blick auf Vertrauensschadenversicherung

Laut einer aktuellen KPMG-Studie aus 2011 (Pressemeldung KPMG vom 24.08.2011), für die rund 350 Delikte aus 69 Ländern einschließlich Deutschland untersucht wurden, sind Wirtschaftskriminelle oft langjährige Mitarbeiter in Führungspositionen.

Konkret stellt KPMG Folgendes fest: Die Täter sind mehrheitlich männlich (87 ) und bekleiden eine Führungsposition (82 ). Sie sind vor allem im Finanzbereich oder im Vertrieb tätig. 41 der Delikte werden von Tätern verübt, die zwischen 36 und 45 Jahre alt sind. 60 der Täter sind, wenn die Straftat aufgedeckt wird, bereits länger als fünf Jahre im Unternehmen, ein Drittel sogar zehn Jahre und mehr. Der durchschnittliche Schaden pro Fall liegt bei 1 Mio. EUR.

Die häufigsten Delikte sind Veruntreuung von Vermögenswerten oder Betrug beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen (43 % der untersuchten Fälle). Auch gefälschte oder geschönte Zahlen im Finanzreporting kommen relativ oft vor.

Kriminelle Mitarbeiter müssen mit harten Sanktionen rechnen. Fast alle großen Unternehmen in Deutschland ziehen arbeitsrechtliche Konsequenzen, stellen Strafanzeige oder erheben Schadenersatzansprüche.

Die KPMG-Studie wirft einmal mehr ein Licht auf die Bedeutung einer Vertrauensschadenversicherung, die von mehreren Versicherern angeboten wird. Mit dieser können sich Unternehmen vor den finanziellen Folgen von kriminellen Handlungen durch sog. Vertrauenspersonen (insbesondere Mitarbeiter des Unternehmens) sowie durch außenstehende Dritte wie etwa Hacker schützen. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]

Autor: Wolters Kluwer | 15.09.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Aktuell Versicherungen

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