VBL senkt Rechnungszins auf 1,75 % und führt Unisex schon Anfang 2012 ein

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) hat die Nase vorn.
Während die Versicherungsbranche die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) geforderte Umstellung auf Unisex-Tarife erst zum 21.12.2012 plant, hat die VBL nun angekündigt, dass sie in der freiwilligen Versicherung (Riester, Entgeltumwandlung) die Tarife VBLextra (angelehnt an das Punktemodell) und VBLdynamik (mit eigenem Fondsmanagement) für Neuverträge mit Versicherungsbeginn schon nach 31. Dezember 2011 sogenannte Unisex-Tarife einführen wird.

Gleichzeitig ist die VBL nunmehr durch eine Klarstellung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht dazu gezwungen den aktuellen Rechnungszins der Versicherer zu verwenden: Soweit eine Pensionskasse aufgrund der genannten Rechtsprechung des EuGH auf Unisex-Tarife umstellt, sind solche Tarife im Neugeschäft maximal mit einem Rechnungszins von 1,75 Prozent zu kalkulieren.

Diese Vorgaben gelten auch für die freiwillige Versicherung der VBL. In der VBLextra wird daher für Verträge mit Versicherungsbeginn nach 31. Dezember 2011 der garantierte Rechnungszins von derzeit 2,75 Prozent auf 1,75 Prozent vermindert. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]

Autor: Wolters Kluwer | 22.09.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Betriebliche Altersversorgung

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