Zehn Jahre Riester-Rente - eine Altersvorsorge feiert Jubiläum
Das Thema Altersvorsorge sorgt bei vielen Studenten nicht gerade für Freude. Neun von zehn Studenten glauben einer aktuellen Umfrage zufolge nicht, dass die Rentenversicherung für ihre Grundversorgung im Alter ausreichend sein wird. Und das zum zehnjährigen Bestehen der Riester-Rente.
Ziel der Riester-Rente ist es, Arbeitnehmern schon jetzt eine Möglichkeit zu bieten, für das Alter vorzusorgen. Bei einer Mindestansparung von 4 % des Bruttolohns stehen dem Sparer sogar staatliche Zuschüsse zu. Hintergrund ist eine immer größer werdende Lücke zwischen den gesetzlichen Rentenleistungen und dem tatsächlichem finanziellen Bedarf im steigenden Alter. Doch trotz dieser Vorzüge kann die Riester-Rente weder die Erwartungen der Politiker noch die der Verbraucher erfüllen. Stattdessen wird sie als zu bürokratisch und intransparent angesehen. Daher nutzen bislang hauptsächlich Familien mit Kindern diese Form der Altersvorsorge, da sie besonders von den staatlichen Zuschüssen profitieren können. Aktuell findet aus diesen Gründen eine Prüfung statt, wie diese Vorsorge transparenter gestaltet werden kann und ob eine gesetzliche Begrenzung der Provisionen möglich ist.
Vor allem junge Leute interessieren sich immer weniger für die Riester-Rente. So will von den unter 30-Jährigen einer aktuellen Umfrage zufolge insgesamt nur noch jeder Dritte einen entsprechenden Vertrag abschließen. Gerade Studenten sehen ihre finanzielle Zukunft in Bezug auf die Rente eher schlecht. Heinrich Haasus, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sieht dies in der bürokratischen und daher oft unverständlichen Natur dieser Verträge begründet. Dennoch plant hier mehr als die Hälfte (58,4 Prozent) in den nächsten Jahren eine Riester-Rente abzuschließen. Hierauf folgen das einfache Sparen (56 Prozent), eine betriebliche Altersvorsorge (41,3 Prozent), Aktien (20,5 Prozent) sowie die Rürup-Rente mit 4,7 Prozent.
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine bessere Information dieser Negativhaltung der deutschen Bevölkerung entgegenwirken könnte. So müssen mögliche Riester-Sparer darüber informiert werden, welche Rentenleistungen möglich sind, um dadurch die Riester-Rente nicht als monatlich Belastung sondern als gute Vorsorgeleistung empfinden zu können. Denn das Potential von entsprechenden Vorsorgemaßnahmen kann erst dann richtig eingeschätzt werden, wenn sich die Bevölkerung über die Entwicklungen der gesetzlichen Rente bewusst ist. Abschließend wird deutlich, dass auch die Riester-Rente nur dann konkurrenzfähig bleibt, wenn sie sich den Entwicklungen der Altersstruktur anpasst. Daher bleibt abzuwarten, wie sie sich in den kommenden Jahren entwickeln wird. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]
Autor: insurance1 agency | 13.10.2011 | 0 Kommentare | Rubrik: Riester Rente

