Archiv: Kapitallebensversicherung - Informationen
Wer sich für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung entscheidet, sorgt damit nicht nur für eine Vermögensbildung, sondern gleichzeitig auch für die Absicherung seiner Angehörigen für den Fall des Todes. Auf Grund der aktuell erzielbaren unterdurchschnittlichen Rendite steht diese Art der Absicherung nicht mehr so hoch in der Gunst der Anleger. Durch die unvorteilhafte Kombination von Lebensversicherung und Geldanlage kommt es dabei zusätzlich zu einer Unflexibilität innerhalb des Versicherungsvertrages. Aktuell liegen die langfristig erzielbaren Renditen (diese darf allerdings durch den Versicherer nicht garantiert werden!) bei jährlich ca. 4 Prozent.
(Im Durchschnitt ). Das liegt unter anderem daran, dass den Versicherern lediglich erlaubt ist, Aktienanteile in Höhe von maximal 30 Prozent in diesem Segment anzulegen. .
Hinzu kommen die überdurchschnittlich hohen Abschluss- und Verwaltungskosten. Lediglich ausländische Versicherer haben die Möglichkeit, hier eine höhere Rendite zu erwirtschaften, da sie den Aktienanteil entsprechend höher halten können. Gesetzlich garantiert sind aktuell noch 2,25 Prozent (06.2011), allerdings wird dieser Garantiezinssatz ab dem 01.01.2012 auf 1,75 Prozent reduziert. Dadurch kann nicht einmal mehr die vorherrschende Inflationsrate ausgeglichen werden. Wer den Vertrag dann noch, aus welchen gründen auch immer, nicht bis zum Laufzeitende durchhalten kann, erwirtschaftet damit nicht einmal eine Sparbuchanlage. Eine weitere Gefahr ist die Kombination von Lebensversicherung und Geldanlage, die noch immer von vielen unterschätzt wird. Eine Faustregel sagt: Man entscheide sich entweder für eine Geldanlage oder für eine Vorsorge, beide Möglichkeiten zusammen gehen fast immer zum Nachteil des Versicherten aus. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass viele Versicherte beim Abschluss dieses Modells gar keine Lebensversicherung benötigen, da sie für den Fall ihres Todes für niemanden sorgen müssen. In diesem Fall geht der Risikoanteil der Versicherung im monatlich zu zahlenden Versicherungsbeitrag sinnlos verloren. Auch weiß ein Versicherungsnehmer über seine gesamte Laufzeit hinweg nicht, welcher Prämienanteil nun in den Risikoanteil und welcher für die Sparrate aufgewendet wird. Die Höhe des Entgelts für die Risikoabsicherung steht nämlich nur bei dem Abschluss einer separaten Lebensversicherung fest. .
Auch wenn viele Versicherer eine hohe Sicherheit in dieser Form der Kapitalanlage sehen, weil ein Großteil der Prämien in Staatsanleihen oder Pfandbriefen investiert werden muss, stellen letztere auf Grund der hohen Staatsverschuldung ein unberechenbar hohes Risiko eines Staatsbankrotts dar. Es kann schneller eintreten als man denkt, dass diese Schuldtitel von der öffentlichen Hand nicht mehr zurückgezahlt werden können. Kapitalanleger sitzen hier auf einer Art Schneeballsystem, bei dem die Schuldentilgung neben den anfallenden Zinsen zu einem immer größer werdenden Problem wird. Wer also lediglich sein Todesfallrisiko absichern möchte, tut dies am besten mit einer Risikolebensversicherung. Und wer auf Geldvermehrung setzt, sollte diese nicht durch anfallende Abschlussprämien und Verwaltungskosten niedrig halten. .