Seit Beteiligungsanlagen nicht mehr mit Steuervorteilen werben können, steht für die Anleger der Renditegedanken im Vordergrund. Das Problem dabei: Die Rendite einer Beteiligung steht erst dann fest, wenn sie wieder verkauft ist. Dennoch werben viele Anbieter bereits bei der Emission mit "Rendite". Ist das eigentlich in Ordnung?
Bei den derzeit geschlossenen oder in Liquidation befindlichen Offenen Immobilienfonds stellt sich für Vertrieb und Anleger die Frage, ob ein Verkauf über die Börse sinnvoll ist oder nicht.
Für die vielen tausend Anleger, die seit fast zwei Jahren mit ihren insgesamt 2,5 Mrd. EUR Anlegergeld in diesem Fonds feststecken, ist es keine gute Nachricht: Der Fonds wird nun - wie an dieser Stelle mehrfach prognostiziert - nun doch liquidiert.
Eine beratende Bank wurde vom LG Düsseldorf, 30.06.2011 - Az. 8 O 290/10 (ob rechtskräftig ist unbekannt) zu Schadenersatz in sechsstelliger Höhe verurteilt, weil die abgeschlossene Anlage nicht der zuvor von den Anlegern gewählten Risikoklasse entsprachen.
Es geht um das Geld von 40.000 Anlegern, die in einem der siebzehn Fonds der Dreiländerfonds, emittiert von der Stuttgarter KapitalConsult und beherrscht von dem Gründer des Imperiums Walter Fink, investiert haben. Die Immobilien-Anlagen dieser Fonds sollen letztendlich in der Balandis AG zusammengefasst werden und diese soll als Immobilien-Aktiengesellschaft an die Börse gehen. Das sollen die Anleger, die dann Aktien der Balandis AG erwerben sollen, mittragen und das wird nicht leicht.