Anleger haben mit ETF Exchange-traded-Funds auch in der Krise ein wertvolles Anlageinstrument
Anleger, die in den vergangen Monaten auf ETF Exchange-traded-Funds gesetzt haben, können sich freuen: sie haben sich deutlich besser durch die Krise geschlagen als herkömmliche Aktien. Selbst mit Anleihen mussten Anleger in 2009 kräftige Einbußen hinnehmen. ETF Exchange-traded-Funds hingegen arbeiten in einem regulierten Markt, ähnlich wie Anlagefonds. Dadurch entfällt jegliches Gegenpartei-Risiko auf der Fondsebene. Weitere Vorteile sind deren Verständlichkeit und Transparenz. Anders als dies bei Zertifikaten der Fall ist, besitzen ETF Exchange-traded-Funds Gelder, das dem Anteilseigner (d.h. dem Investor) zur Verfügung steht. Anders lautende Regelungen können sich im Sondervermögen ausdrücken, da diese Gelder auch anderen gegenüber offen sein kann. Nur wenn das Fondsvermögen ausdrücklich als Sondervermögen ausgestaltet wurde, sorgt diese Ausgliederung dafür, dass Externe keinerlei Zugriff auf diese Gelder haben. Dies macht das Fondsvermögen nicht nur sicher, sondern bedeutet für den Investor auch einen vollständigen Kapitalschutz. Dieser Sicherheitsaspekt erstreckt sich auch auf ETF Exchange-traded-Funds in der Form als börsengehandelte Fonds. Auch hier liegt die Sicherheit höher als bei herkömmlichen Zertifikaten. Denn ETF Exchange-traded-Funds bilden nicht nur den Index ab, sondern besitzen selbst Vermögen. Nicht so bei Zertifikaten, sie besitzen keinerlei Vermögen, sondern bilden lediglich den Index ab.
Einen geringfügigen Nachteil haben allerdings auch ETF Exchange-traded-Funds zu verzeichnen. Und das liegt im Bereich des Sondervermögens. Viele neuere Fonds sorgen nicht mehr für eine Ausgliederung ihres Sondervermögens, was im Falle eines Konkurses bedeutet, dass diese Gelder dann auch anderen Gläubigern gegenüber offen stehen. In den meisten Fällen besitzen diese Gläubiger dann auch noch den gleichen Rang, so dass ein jeder gleich bedient werden muss. Einen 100-prozentigen Kapitalschutz erhält daher nur derjenige Investor, der ein Augenmerk auf den Zugriffsschutz bei seinem Sondervermögen legt.
Ein weiteres Augenmerk gilt der Kostenstruktur, insbesondere bei börsengehandelten Fonds. Sie werden zwar als kostengünstig angepriesen, auf der anderen Seite wollen bzw. müssen auch die Emittenten Geld verdienen. Und so entstehen vielfach Rücknahmekosten, die vielen unbekannt sind, weil sie – weshalb auch immer – nicht über die Börse handeln möchte, sondern ihre ETF Exchange-traded-Funds direkt bei der Fondsgesellschaft zurück geben möchten. Lediglich die Fondsausgabe ist kostenfrei. Kommt es zu einer Wertpapierleihe (und eine solche darf das Fondsmanagement jederzeit vornehmen), fallen hierdurch weitere Kosten an. Anleger, die ihre Kostenbelastung entsprechend gering halten wollen, sorgen für einen Verkauf über die Börse. In diesem Fall beträgt der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs (sog. Spread) rund 0,2 Prozentpunkte.
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