Nicht überall, wo ETF draufsteht, ist auch reiner ETF drin

Investoren können schnell in eine Schieflage gelangen, wenn sie vorschnell und unüberlegt handeln. Der Grund: Nicht jeder ETF Exchange-traded-Funds, der angeboten wird, ist auch ein echter ETF. Vielfach erwirbt der Investor einen sog. ETF-Dachfonds. Bei diesem Anlagemedium handelt es sich um einen Investmentfonds, der teuer, d.h. mit hohen Kosten, eingekauft wird. Der Anleger erkauft sich damit keinen reinen ETF Exchange-traded-Funds, sondern vielmehr einen Investmentfonds, der wiederum nur in einen ETF investiert. Und genau für diese Investition kassieren die Manager satte Gebühren. Zudem handelt es sich bei diesen Index-Zertifikaten lediglich um eine Anlagealternative, die eher für spekulative Anleger geeignet ist. Bei einem Index-Zertifikat hat der Anleger noch einen weiteren Nachteil hinzunehmen: es erfolgt keine Auszahlung von Ausschüttungen. Nicht so beim reinen ETF Exchange-traded-Funds, bei dem der Anleger Dividendenerträge erhält. Verständlich, weshalb viele Banken lieber Indexzertifikate an den Anleger verkaufen.

Ein weiterer Vorteil für Indexzertifikate, der allerdings nicht für den Investor gilt, liegt in der Möglichkeit, dass der Anbieter einseitig kündigen kann. Dadurch sind Indexzertifikate innerhalb ihrer Laufzeit entweder begrenzt oder unbegrenzt. ETF Exchange-traded-Funds hingegen werden stets mit einer unbegrenzten Laufzeit aufgelegt. Des Weiteren handelt es sich bei Indexzertifikaten um eine reine Schuldverschreibung. Der Investor verliert somit sein angelegtes Kapital für den Fall, dass der Anleger in die Pleite geht. Nicht so bei einem ETF Exchange-traded-Funds. Kommt es hier zu einem Konkurs der Gesellschaft, bleibt das Vermögen erhalten.

Investoren, die langfristig und sicherheitsorientiert denken, sind von daher reine ETF Exchange-traded-Funds zu empfehlen. Spekulative Anleger können schon eher nach einem Index-Zertifikat greifen. Zudem sollte die Kapitalanlage, die ein Investor in einen Indexfonds steckt, auch ganz exakt zu seiner persönlichen Anlagestrategie passen. Für Einsteiger eignen sich hingegen sog. „Bread ans Butter-Anlagen“. Hierunter versteht man Investments auf Indexfonds-Basis, die sich auf Indizes wie DAX oder den EuroSTOXX50 konzentrieren. Wer innerhalb seines Investments nach einer Beimischung sucht, um auf diese Weise ein ausgewogenes Aktiendepot zu erreichen, sollte auf branchenorientierte Indexfonds setzen. Wer von dem Aufschwung einer Branche profitieren möchte, kann auf spekulative branchenorientierte Indexfonds setzen. Der Vorteil liegt darin, dass sich der Investor lediglich für eine Branche entscheiden muss, in die er investieren will. Er braucht hingegen keine einzelnen Werte aus dieser Branche herausfiltern.

Die Berater von insurance1.de unterstützen Sie bei der richtigen Vorgehensweise zur Beantragung eines ETF Exchange-traded-Funds. [ETF-Artikel Stand: 30.03.2010]

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