Risiko von ETF-Schließungen
Erfolg und Risiken liegen auch bei ETF Exchange-traded-Funds eng beieinander. Dies hängt letztlich auch von der Tatsache ab, dass die Kapitalanlagegesellschaften zwar durch ihren Absatzerfolg immer mehr motiviert werden, andererseits aber immer wieder neue passive Investments auf den Markt bringen, die zunehmend für den Investor unüberschaubarer werden. Man will sich entsprechend von der Konkurrenz absetzen und macht die Anlagen damit zugleich auch riskanter. Viele neuzeitliche Indizes erfahren eine derart komplizierte Zusammensetzung, dass es fast unmöglich erscheint, diese überhaupt noch zu verstehen. Mit den komplexeren Varianten wird dann entsprechend mehr Geld eingespielt, bedingt durch Gebühren, die einfach innerhalb dieses Investments verschoben werden.
Auf Grund dieser Komplexierung kann es durchaus passieren, dass einem ETF Exchange-traded-Funds plötzlich zu wenig Vermögen zufließt. Kommt dann noch hinzu, dass die Managementgebühren – etwa für Marketing, Lizenz und Administration – nicht mehr gedeckt werden können, muss die emittierende Gesellschaft den Fonds entsprechend schließen. Doch trotz dieser Schließung ist für den Investor das Kapital noch keinesfalls verloren. Denn es besteht dann die Möglichkeit, den Fonds entweder zum Nettoinventarwert zurück zu kaufen. Oder aber der derzeitige Gegenwert des Fonds wird entsprechend in bar an den Investor ausbezahlt. Weiter hat der Investor noch die Möglichkeit, seinen investierten Betrag kostenlos auf ein anderen Fondsvermögen bei derselben Gesellschaft zu übertragen. [ETF-Artikel Stand: 30.03.2010]

